Protest verhindert Schulbesuch der Bundeswehr!

Am 27. Mai 2010 sollte ursprünglich eine Infoveranstaltung mit Jugendoffizieren der Bundeswehr unter dem Motto "Berufe in der Bundeswehr" für Elftklässler des Hans-und Hilde-Coppi-Gymnasium in Karlshorst stattfinden. Doch nicht mit uns!

Durch Kontakte mit dem nahe gelegenen Unabhängigen Jugendzentrum (UJZ), AbsolventInnen und SchülerInnen ist es uns gemeinsam gelungen die Schulleitung davon zu überzeugen die Bundeswehr-Veranstaltung abzusagen. Flyerverteilungen der SchülerInnen, Information der Elternvertretung (die von der Infoveranstaltung größtenteils nichts wusste), ein Eilantrag der SchülerInnen-Vertretung an die Schulkonferenz mit der Aufforderung die Veranstaltung abzusagen, Anmeldung einer Kundgebung direkt vor der Schule, Unterschriftensammlungen gegen die Bundeswehr und weitere Protestaktionen waren einfach zu viel für die Schulleiterin, sodass Sie die Bundeswehr wieder ausladen musste.

Geplant sei jetzt eine Podiumsdiskussion, an der auch ein Jugendoffizier teilnehmen soll. Der Termin ist bis dato nicht bekannt. Wir bleiben dran! Denn für uns heißt es nach wie vor: Schule ist kein Ort für Kriegspropaganda und muss militärfreier Raum bleiben!

Schafft Bundeswehrfreie Zonen!

Kommt die Bundeswehr an Eure Schule? Dann kontaktiert uns! Wir bieten Euch Unterstützung, Hilfe und Materialien!

Links:
Berliner Zeitung
jungeWelt

26. Mai 2010

Ein Kommentar zu ' Protest verhindert Schulbesuch der Bundeswehr! '

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  1. Harald Wolff meinte
    am 8. Juni 2010 um 23:16

    Hallo Genossen, folgende Mail habe ich an den Schuppenheini von der Schweine BZ geschrieben. Ich freue mich für euren Erfolg!
    Venceremos!
    Harald Wolff

    Werter Herr Schupelius,

    Die Mehrheit in unserem Land will keine Bundeswehr im Ausland, und ein großer Teil der Bevölkerung will auch keine Bundeswehr im Inland. Die Schüler und Lehrer haben nur ihr demokratisches Recht in Anspruch genommen, sie vertreten nun mal mit ihrer Einstellung die Mehrheit der Bevölkerung, und haben den Offizieren der BW den Zutritt zu ihrem Gymnasium verwehrt.Das Zeugt doch von ihrem Demokratieverständnis und zeigt leider auch was sie unter Demokratie verstehen.
    Die NVA wurde nicht auf einen Angriffskrieg vorbereitet,ich habe selber 18 Monate in ihr gedient.Die NVA hat auch an keinen militärischen Einsätzen, an Kriegen teilgenommen wie jetzt die BW, aber das wissen sie selber.
    Ziehen sie sich doch selber die Uniform an, nehmen sich eine Flinte und gehen in die Welt hinaus und sorgen für Ordnung,Disziplin und Demokratie wie sie es verstehen, der Globus wartet auf sie!
    Ich hoffe andere Schulen in Deutschland nehmen sich am ” Hilde Coppi ” Gymnasium ein Beispiel und schützen ihre Schüler vor den Propagandaoffizieren der Bundeswehr.
    Wie sagte schon Kurt Tucholsky: ” Soldaten sind Mörder! ”
    Dem ist nichts hinzu zufügen !
    MfG Harald Wolff.
    Hilde Rake arbeitete in Berlin-Wilmersdorf als Sachbearbeiterin in der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte (RfA), als sie 1940 Hans Coppi kennen lernte. Bis 1939 hatte sie als Sprechstundenhilfe bei Ärzten gearbeitet und hatte bereits vor 1933 Kontakt zu Mitgliedern der KPD. Hilde und Hans Coppi heirateten am 14. Juni 1941. Nach dem Einfall deutscher Truppen in die Sowjetunion hörte Hilde Coppi den Sender Radio Moskau ab, notierte Adressen deutscher Kriegsgefangener und informierte deren Angehörige, dass sie am Leben waren. Sie beteiligte sich mit ihrem Mann an der Zettelklebeaktion gegen die antisowjetische Propagandaausstellung „Das Sowjet-Paradies“, half beim Transport des defekten Funkgeräts und besorgte Papier für Flugblätter aus der Reichsversicherungsanstalt.

    Das Ehepaar Coppi wurde am 12. September 1942 verhaftet. Hilde war schwanger und brachte ihren Sohn Hans am 27. November 1942 im Berliner Frauengefängnis Barnimstraße zur Welt. Am 22. Dezember 1942 wurde ihr Mann hingerichtet. Auch Hilde Coppi wurde am 20. Januar des Folgejahres zum Tode verurteilt. Ein Gnadengesuch wurde im Juli 1943 von Adolf Hitler abgelehnt. Die Hinrichtung wurde bis in den August aufgeschoben, damit sie ihr Kind stillen konnte. Am 5. August 1943 wurde Hilde Coppi in Berlin-Plötzensee durch das Fallbeil enthauptet.

    Sie lügen
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