Filme zur Befreiung vom deutschen Faschismus
Die DKP Neukölln präsentiert im Mai, vom 2.5. bis 23.5., jeden Freitag Filme zur Befreiung vom deutschen Faschismus.
Den Auftakt am 2. Mai macht der preisgekrönte Film von Heiner Carow und Claus Küchenmeister „Die Russen kommen“, nach einer literarischen Vorlage von Egon Richter “Die Anzeige”. Die Filmvorführungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr mit einem Kurzfilm anlässlich des 75. Jahrestages der Machtübertragung und des stattlich legitimierten Terrors der Nazipartei.
DKP Neuköllm
c/o Chile-Freundschaftsgesellschaft „Salvador Allende“ e.V.
Jonasstr. 29
Neukölln
www.dkp-neukoelln.de
2.Mai: 19.30 Uhr
Vorfilm:
„1.Mai 1933 – Die Zerschlagung der Gewerkschaften“, Dokumentarfilm DDR 1983Hauptfilm
„Die Russen kommen“
DEFA-Studio für Spielfilme
HerstJ/Freigabe von 1968/1987
Premierendatum 03.12.1987
85 min
s/w
Literarische Vorlage Richter, Egon: “Die Anzeige” aus dem Band “Ferien am Feuer”, Erzählung
Auszeichnungen Staatliches Prädikat “Wertvoll” 1987; 5. Nationales Spielfilmfestival der DDR Karl-Marx-Stadt 1988, Preis für Regie an Heiner Carow, für Kostüm an Werner Bergemann und für Schnitt an Evelyn Carow.
Inhaltsangabe:
Frühjahr 1945. Günter, ein fünfzehnjähriger Junge in einem kleinen Ostseebad, glaubt noch immer an den Endsieg. Bei der Jagd auf einen entflohenen Fremdarbeiter ist er der Schnellste. Er stellt ihn, der dann vom Dorfpolizisten erschossen wird. Stolz nimmt Günter das Eiserne Kreuz II entgegen und meldet sich freiwillig zum Fronteinsatz, obwohl sein Vater bereits gefallen ist. Weder die Mutter noch der Lehrer können ihn davon abhalten. Bei seinem ersten Einsatz wird er von sowjetischen Soldaten angegriffen, kann aber nach Hause fliehen. Kurz nachdem die Sowjetarmee den Ort besetzt hat, wird Günter wegen Mordes an dem Fremdarbeiter verhaftet. Er verrät den wirklichen Mörder nicht, doch der Fall wird aufgeklärt. Und als der Polizist Günters Schweigen erzwingen will, weigert er sich, den Mörder zu decken. All diese Ereignisse bringen ihn dem Wahnsinn nahe. Der Einmarsch der Roten Armee, seine Verhaftung, die folgenden Tage im Keller stürzen ihn in tiefste Verwirrung, lassen ihn seine Schuld erahnen.
9. Mai: 19.30 Uhr
Vorfilm
„Bücherverbrennung“, Dokumentarfilm DDR 1983
Hauptfilm
Befreiung, Der letzte Sturm, Teil 5
Spielfilm - SU, 1971, Farbe, 71 min
Inhaltsangabe:
Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. In schweren Straßen- und Häuserkämpfen versuchen die sowjetischen Soldaten Berlin einzunehmen. Der Tiergarten, die Straßen auf der Fischerinsel und am Landwehrkanal, das Brandenburger Tor und der Reichstag werden zum Kriegsschauplatz. Im Garten der Neuen Reichskanzlei verschanzt sich tief unter der Erde im “Führerbunker“ die nationalsozialistische Regimespitze. Telefonisch wird das Fortschreiten der russischen Front erfragt. Als bekannt wird, dass sich die gegnerischen Kräfte unterirdisch im U-Bahntunnel auf den Bahnhof Kaiserhof und damit auf die Reichskanzlei zubewegen, gibt Hitler den Befehl die Spreeschleusen zu öffnen und reißt damit Tausende Schutzsuchende in den Tod. Trotzdem ist der Stoß ins Zentrum Berlins und die Eroberung des Reichstags nicht mehr aufzuhalten.
Das in sechsjähriger Arbeit entstandene und insgesamt fünf Teile umfassende Werk der Superlative stellt das russische Verständnis vom Sieg in der historischen Chronologie vom Sommer 1943 bis Mai 1945 dar
16.Mai: 19.30 Uhr
Vorfilm
„Todeslager Sachsenhausen“, Dokumentarfilm, SBZ 1946
Hauptfilm
“Die Mörder sind unter uns”
DDR 1946, sw, 80 min
Inhaltsangabe:
Berlin 1945. Susanne Wallner, eine junge Fotografin, kehrt aus dem Konzentrationslager zurück, doch ihre Wohnung ist besetzt. Hier lebt seit kurzem der aus dem Krieg heimgekommene Chirurg Mertens, der seine furchtbaren Erinnerungen mit übermäßigem Alkoholgenuß zu verdrängen sucht. Die beiden arrangieren sich, und mit Susannes Hilfe findet Dr. Mertens langsam wieder zu sich selbst. Da begegnet ihm sein ehemaliger Hauptmann Brückner, nun ein aalglatter Geschäftsmann, dem es egal ist, ob er aus Stahlhelmen Kochtöpfe macht, oder umgekehrt. Mertens‘ Gewissen rebelliert, und am Weihnachtsabend 1945 will er Sühne fordern für ein von Brückner drei Jahre zuvor im Osten befohlenes Massaker an Frauen, Kindern und Männern. Im letzten Moment kann Susanne ihn davon überzeugen, daß die Vergeltung solcher Schuld keine Privatangelegenheit ist, sondern der Kriegsverbrecher vor ein Gericht gehört.
23. Mai: 19.30 Uhr
Vorfilm:
„Was war Faschismus wirklich“, Dokumentarfilm, DDR 1983
Hauptfilm
Der Aufenthalt
DDR 1983, 97 min, Farbe F
Literarische Vorlage: Kant, Hermann: “Der Aufenthalt”, Roman Auszeichnungen Prädikat “Besonders wertvoll”
Das Kollektiv - Wolfgang Kohlhaase, Frank Beyer, Sylvester Groth - erhielt 1984 den Heinrich-Greif-Preis. Kritikerpreis der Sektion Theorie und Kritik des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden des Jahres 1983 (”Die große Klappe”) als bester DEFA-Film sowie an Sylvester Groth für beste Darstellung.
3. Nationales Spielfilmfesival der DDR Karl-Marx-Stadt 1984, Preise für Regie an Frank Beyer, für Szenarium an Wolfgang Kohlhaase, für Schnitt an Rita Müller, für Szenographie an Alfred Hirschmeier, Preis für Nachwuchsdarsteller an Sylvester Groth.
Inhaltsangabe:
Der junge deutsche Kriegsgefangene Mark Niebuhr, ehemaliger Grenadier eines Infanteriebataillons, kommt mit einem Transport im Oktober 1945 auf dem Warschauer Güterbahnhof an. Eine Polin glaubt, in ihm einen SS-Mann wiederzuerkennen, der ihre Tochter ermordet hat. Er wird von der Gruppe isoliert, nicht wissend warum, kommt in Einzelhaft, ist allein mit seiner Angst. Die Untersuchung führt ein ebenso junger polnischer Leutnant. Nach vier Monaten kommt Mark in eine Zelle mit polnischen Gefangenen, die ihm haßerfüllt gegenübertreten. Beim Arbeitseinsatz in der Warschauer Trümmerlandschaft muß er die höchsten gefährlichen Mauern abtragen. Er rettet ein Kind, bricht sich dabei den Arm, kommt ins Krankenhaus und erfährt dort, daß die Untersuchung gegen ihn wegen Mordes läuft. Nach dem Krankenhausaufenthalt gerät er in eine Zelle mit deutschen Gefangenen. Hier herrscht die alte Hierarchie und der alte faschistische Geist, mit General Eisensteck und Major Lundenbroich an der Spitze. Der sich unschuldig fühlende Niebuhr wird von den wirklichen Verbrechern als einer der ihren aufgenommen. Er durchschaut sie langsam, isoliert sich, wehrt sich, begreift aber auch etwas von der Schuld, in die er mitverstrickt ist. Nach 8 Monaten ist seine Unschuld an dem Mord erwiesen. Er wird entlassen.
(Das zweite Leben…, Berlin 1994) Bemerkungen Der Film entstand mit Unterstützung von PRF ‘Zespoly Filmowe’ Warszawa/VR Polen. Regie Beyer, Frank
Drehbuch Kohlhaase, Wolfgang













