Deutschland im Krieg - Die afghanische Ostfront

SMASH NATO Fast täglich berichten die Medien über zivile Opfer oder gefallene Soldaten in Afghanistan. Unter ihnen Bundeswehrsoldaten als Täter und Opfer. Mindestens 3.500 sind mittlerweile in Afghanistan eingesetzt. Gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit. Den Herrschenden reicht das nicht aus.

Nach Angaben des Spiegels kostete der Afghanistankrieg 2007 ca. 487 Millionen Euro. Darin sind „normale“ Rüstungsausgaben wie der Kauf von Tornados noch nicht mal enthalten. Insgesamt 33,5 Milliarden Euro sind im Haushalt 2009 für Kriegsausgaben eingerechnet – somit der drittgrößte Posten im Haushalt. Für Bildung sollen im selben Zeitraum gerade einmal 10,08 Millarden Euro locker gemacht.

Seit 2001 wurden die insgesamt in Afghanistan eingesetzten Truppen verzwölffacht und nach dem Willen von CDU und SPD soll der Bundestag weitere 1.000 Soldaten nach Afghanistan, um u.a. die Norwegische Armee von der Bereitstellung einer Eingreiftruppe der ISAF abzulösen. Neu ist hierbei nicht nur, dass die Bundeswehr zukünftig auch in den besonders heiß umkämpften Gebieten im Süden Afghanistans operieren wird, sondern auch dass die militärtaktische Ausrichtung deutlich offensiver wird.
Egal ob Kriegsbeteiligung, Tornado-Einsatz oder Aufstockung der deutschen Truppen. Dies alles passiert gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit. Um sich im Wahljahr 2009 vor dem leidigen Thema Kriegseinsatz zu drücken, soll nach Plänen von CDU und SPD noch in diesem Jahr der Bundeswehreinsatz um 18 statt wie bisher 12 Monate verlängert werden. Die Bevölkerung wird ignoriert – in wessen Interesse wird gehandelt?

Der Afghanistankrieg
Deutsche Interessen & die Lüge von den Menschenrechten

Gelöbnixlogo Bald 4.500 Soldaten in Afghanistan. Seit 2002 mindestens 28 tote deutsche Soldaten. 8.000 tote afghanische Zivilisten im Jahr 2007. „Es gibt keine Alternative, in Afghanistan ohne Soldaten auszukommen.“ sagt Jürgen Trittin, der stellvertretende Bundestagsfraktionschef der Grünen. Es gibt keine Alternative? Es gibt sie doch! Frieden – wenn man ihn will.

Seit Beginn des Angriffskrieges auf Afghanistan im Oktober 2001 sind Schätzungen zufolge ca. 1.000 Soldaten, eine unbekannte Zahl von afghanischen Soldaten und Widerstandskämpfern und 20.000 bis ca. 50.000 Zivilisten (The Guardian) getötet worden. In letzter Zeit hören wir immer häufiger von Anschlägen auf und zivile Opfer durch deutsche Soldaten. Die Häufigkeit von solchen Meldungen ist kein Zufall sondern hat mit der veränderten Rolle der Bundeswehr im Afghanistankrieg zu tun.

deutsche Kriegshandlungen
Sechs deutsche Tornado-Aufklärungsflugzeuge spähen Dörfer aus, die später durch die US-Luftwaffe bombardiert werden. Seit diesem Sommer stellt die Bundeswehr die sogenannten 250 Soldaten starke „Quick-Reaction-Force“, die bei Bedarf an jedem Ort in Afghanistan offensive Kriegsaktionen durchführt. Die „Bundeswehr hat im Norden des Landes immer gefährlichere Einsätze zu absolvieren“, erkennt auch der Spiegel in seiner Onlineausgabe vom 06. September.
Wenn, wie es absehbar ist, die bisherigen Kriege weiter toben und neue Kriege, wie z.B. gegen den Iran, hinzukommen, dann sind 28 tote deutsche Soldaten erst ein Anfang. Nicht die Regierenden oder die Kapitalisten hinter ihnen werden dann um Familienangehörige trauern. Die Werbekampagnen in Schulen und Arbeitsämtern zeigen das Gegenteil. Die Bundeswehr braucht Kanonenfutter und sucht unter den Ärmsten. Vor allem Jugendliche, die sich eine Ausbildung oder ein gutes Gehalt erhoffen, sollen dauerhaft die Stützen der Bundeswehr als Besatzungsmacht in Afghanistan sein. Dann wird nicht weniger sondern mehr geschossen.
Deshalb: Kriegsdienst verweigern! Bundeswehr raus aus Schulen und Arbeitsämtern!

In Afghanistan geht es um Menschenrechte…

… so wird der Einsatz der Bundeswehr immer wieder begründet. Doch ziehen wir nach fast 7 Jahren Krieg eine Bilanz:
Den Kämpfen sind bisher bis zu 50.000 Zivilisten zu Opfer gefallen. Die Gesundheitsversorgung war noch nie so schlecht. So stirbt zum Beispiel alle 29 Minuten eine Mutter bei der Geburt und 20% der Säuglinge sterben vor dem 5. Lebensjahr. Viele Afghanen haben durch die zerbombte Infrastruktur keinen Zugang zu Wasser und Strom mehr. Vorallem Mädchen ist es nicht mehr erlaubt die Schule zu besuchen. Junge Frauen tragen die Burka als Schutz vor Gewalt und Vergewaltigung.

Wem nützt es dann?
Wenn es Menschen in Afghanistan seit beginn des Krieges so dreckig geht, wer profitiert dann von tausenden Toten Zivilisten? Das erste und wichtigste Interesse der BRD in Afghanistan ist ein sogenanntes geostrategisches Interesse. China und Russland gewinnen an Wirtschaftskraft und Einfluss in der Welt. Dies passt nicht in die Großmachtpläne der bundesdeutschen Regierung. Um Russland und China einzudämmen werden freundlich gesinnte Regime und Militärbasen errichtet.
Darüber hinaus winkt für die mächtigsten Militärnationen und Kriegstreiber ein Platz im UN-Sicherheitsrat. Auf einen solchen spekuliert die BRD seit langem. Denn wer im Sicherheitsrat sitzt spielt die ganz hohen Limits im Poker um Gebiete und Ressourcen in der Welt. Dies würde dem Exportweltmeister weitere Profite sichern.

  1. Alle ISAF und OEF-Truppen raus aus Afghanistan!
  2. Bildung einer durch das souveräne Afghanische Volk gewählten Regierung!
  3. Begleitung des Friedensprozesses durch die Konferenz der islamischen Staaten und nichtpaktgebundene Staaten unter dem Mandat der UNO!

Bundeswehrfreie Zone weltweit!
Raus aus den Kriegsbündnissen NATO

Bundeswehrfreie Zone WELTWEIT

6. Oktober 2008

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