Filmabend mit dem Film “Der längere Atem”
Antimilitaristische Opposition und Wiederbewaffnung 1945 bis 1955

26.02. | 19:30 Uhr | Jonasstr. 29
Das Jahr 1949 ist durch zwei Ereignisse geprägt: die Gründung der NATO und die Gründung der Bundesrepublik. Die Tinte unter dem Grundgesetz war noch nicht trocken, als Bundeskanzler Konrad Adenauer hinter dem Rücken seines eigenen Kabinetts mit den Alliierten über die Aufstellung einer neuen deutschen Armee verhandelte. In seinem Film aus dem Jahre 1983 dokumentiert Christoph Boekel, wie breit der Widerstand der Bevölkerung gegen diese Wiederaufrüstungspläne Anfang der 1950er Jahre gewesen ist. Der Film folgt dabei den Erzählungen des Zeitzeugen Oskar Neumann und zeigt in Vergessenheit geratene zeitgenössische Materialien. Oskar Neumann, Überlebender des KZ Buchenwald und KPD-Stadtrat in München, war einer der führenden Köpfe der antimilitaristischen Opposition. Wegen seiner Tätigkeit im “Hauptausschuss für Volksbefragung”, der bundesweit eine von der Regierung verbotene (!) Volksabstimmung über die Remilitarisierung durchführte, wird Neumann 1952 verhaftet und in einem fragwürdigen Hochverratsprozess 1954 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
Mit dieser Verantaltung will die Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (


Alle Jahre wieder marschieren Faschisten Anfang Dezember in Rudow - Südneukölln - für ein sogenanntes “nationales Jugendzentrum”. Engagierte Jugendliche wollten sich das nicht gefallen lassen und blockierten dieses Aufmarsch freidlich. Diese Zivilcourage ging den eingesetzten Polizisten gegen Strich. Gegen 46 mutmaßlichen Blockierer erging ein Bußgeld in Höhe von 223 €. Sich gegen solche Repressionen zu wehren kostet Geld - Solidarität ist unsere Antwort.










