Aufbruch und Widerstand im roten Neukölln

Antifaschistischer Stadtrundgang mit Claudia v. Gélieu von Frauentouren / Galerie Olga Benario

Endstation Neukölln? Problemkiez, Hartz IV und hoher Ausländeranteil sind die Schlagworte, die heute mit Neukölln verbunden sind. Als Arbeiterviertel entstanden, machte in den 1920er Jahren linke Reformpolitik Neukölln bekannt. Nach 1933 war der Widerstand und die Verfolgung in Neukölln besonders groß und betraf fast jedes Haus, wie bei der Führung gezeigt wird. Thema sind auch die alltägliche Ariersierung und Zwangsarbeit. Vorgestellt wird die politische Galerie Olga Benario, benannt nach einer Neuköllner Kommunistin, Jüdin und Antifaschistin. Und nicht zuletzt geht es um Nazi-Übergriffe und Gegenwehr in Neukölln heute.

Treffpunkt: Bahnsteig U-Bahnhof Karl-Marx-Straße
Uhrzeit: 15.00 Uhr

13. Juli 2011

SDAJ Ost-Pfingstcamp voller Erfolg

Erstmals seit über 10 Jahren fand auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wieder ein Pfingstcamp der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) statt. Mit insgesamt über 100 Besuchern kann es als voller Erfolg gewertet werden.

Etwa 100 Menschen folgten der Einladung von SDAJ Berlin und SDAJ Leipzig um vom 10.06. bis zum 13.06.2011 zu diskutierten, zu feiern und zu campen. Neben 60-70 CamperInnen aus Leipzig, Cottbus, Weimar, Berlin und Brandenburg wurden über das politische und kulturelle Angebot auch Tagesbesucher auf das Festivalgelände in Bernau bei Berlin gezogen.

Neben einem Konzert von Bockflöte des Todes, Luke27, Cruor Hilla und Pommes oder Pizza und einer Brechtlesung konnten die BesucherInnen u.A. in politischen Runden zu den Themen Kommunismus, Kuba nach dem Parteitag, kurdische Befreiungsbewegung oder zur aktuellen kapitalistischen Krise diskutieren.

Kommunistische Camps und Festivals leben von der Bereitschaft Einzelner anzupacken und einem solidarischen Umgang untereinander, wir danken Allen für ihr Engagement. Ein besonderer Dank geht dabei an alle unterstützenden Strukturen und Einzelpersonen. Neben der DKP Berlin und Brandenburg sowie der ARAB ist hier vor allem die kubanische Botschaft und die Antifa Gruppe Oranienburg[AGO] zu nennen.

Dass nach etwa 10 Jahren wieder ein Pfingstcamp im Osten der BRD, mit TeilnehmerInnen aus mehreren ostdeutschen Bundesländern stattfand, werten wir als SDAJ Berlin als einen weiteren Schritt dahin, unsere ostdeutschen Strukturen zu stärken und so den Aufbau eines Landesverbandes voranzubringen.

Es folgen ein paar fotographische Eindrücke.

16.06.2011 – SDAJ Berlin

P.S.: Solltet ihr eigenständige Bilder angefertigt haben, bedenkt bitte, dass nicht jedeR sich freut, wenn Nazis oder Bullen ihre Gesichter erkennen.

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17. Juni 2011

Das Pfingstcamp mal ganz politisch…

Diskussionsrunden und politische Veranstaltungen

Am Samstag:

  • 11:00-12:30
    Umgang mit Polizeigewalt die SDAJ Leipzig informiert
  • 14:00-15:30
    Kuba nach dem Parteitag mit einer VertreterIn der kubanischen Botschaft
    “Was geht in Kuba?”" – der Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas und nun?
  • 16:30-18:00
    Kurdistan mit der ARAB und einer VertrerIn der kurdischen Bewegung
  • 19:00-20:30
    Brecht gelesen
    moderne Brecht-Interpretationen durch die SDAJ Berlin

Am Sonntag:

  • 11:00-12:30
    Kommunismus Runde der DKP Brandenburg
    Fragen zur Notwendigkeit und Legitimation kommunistischer Organisationen
  • 14:00-16:00
    Jugend in der Krise? SDAJ, ASJ, Gewerkschaft
    politische Konzepte der Selbstorganisation Jugendlicher
  • 16:00-18:00
    Hamburger 5-Kampf
    Kreativ-sportlicher Teamwettbewerb in fünf mehr oder minder politischen Disziplinen
  • 19:00-20:30
    Bedrohung von Rechts – AntiFa-Recherche-Workshop
8. Juni 2011

Ost-Pfingstcamp 2011

Wenn ihr noch unentschlossen seid dieses Programm wird euch sicherlich überzeugen!

Karten gibt es übrigens ab sofort bei deiner SDAJ-Gruppe des Vertrauens oder über die I-Net-Seite ostcamp.de (25€ Normal, 35 € Soli, 8€ Tageskarte – Zeltplatz und Essen sind inbegriffen).

Bei finanziellen Problemen, lässt sich über Alles reden.

Um Essen und solchen Kram besser kalkulieren zu können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung.

weiter zum Programm mit weiterlesen: (weiterlesen …)

20. Mai 2011

9. Juni – Lehrer- und Schülerstreik!

Die Bildungsgewerkschaft GEW, die SchülerInneninitiative „Bildungsblockaden einreißen“, der Landesschülerausschuss, die Landeselternvertretung und linke Gruppen rufen am Donnerstag, den 9.Juni, zu einem gemeinsamen Streik der Schüler_innen und Lehrer_innen gegen Bildungsabbau auf. Wir dokumentieren den Aufruf von „Bildungsblockaden einreißen!“

Schulstreik & Demo

9.Juni | Donnerstag | 12:30 | U-BHF Rosa-Luxemburg-Platz

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8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus! Tag der Freude!

Warum ist es heute noch so wichtig sich am 8. Mai daran zu erinnern, dass wir im Jahre 1945 von der Antihitlerkoalition vom Faschismus befreit wurden. Ein besonderer Dank muss dabei von uns Berlinern an die Sowjetunion gehen. Am 21. April 1945 überquerte die Rote Armee die Stadtgrenze. Von Marzahn aus befreite sie Stadtbezirk nach Stadtbezirk und am 29. April war Berlin befreit. Am 8. Mai kapitulierte Nazi-Deutschland, der barbarische Krieg mit seinen 60 Millionen Opfern war zu Ende.

Der Faschismus war damit aber nicht besiegt. Schon relativ schnell wurde gerade in den westlichen Besatzungszonen, beim Aufbau des “neuen” Staates auf die alten naziverseuchten Richter, Diplomaten und Geheimdienstler zurück gegriffen. Man brauchte sie und ihre Erfahrung im Kampf gegen den Kommunismus. Auch die wirtschaftliche Elite war nach dem Krieg weitestgehend dieselbe wie im NS Staat.

Eine sehr viel konsequentere antifaschistische Politik wurde daher in den Sowjetischen Besatzungszonen betrieben, Nazis wurden von den Richterstühlen und aus dem Beamtenapperat entfernt.

Doch die faschistische Ideologie konnte nie vollkommen beseitigt werden. Seit der Wende 1990 gab es 130 Tote, die Opfer faschistischer Gewalt wurden. Weder damals noch heute verlor die Problematik der rechten Gewalt an Aktualität. Auch heutzutage marschieren Nazis zu jedem möglichen Event auf, wie beispielsweise Dresden anlässlich der alliierten Bombenangriffe im Jahre 1945.

Zusätzlich nahm in den letzten Jahren in den bürgerlichen Medien die Hetze gegen Migranten wieder zu. Unter dem Vorwand der sog. Terrorabwehr werden immer mehr Sondergesetze erlassen. Einer der Höhepunkte des neu entstehenden Rechtspopulismus ist das kürzlich erschienene Buch von Thilo Sarrazin, in dem er gegen Sozialschwache und Migranten hetzt.

Kein Fußbreit den Faschisten!


Wer nicht feiert hat verloren!

DKP Kreuzberg lädt am 8.Mai ab 17h zu Sekt, Musik und Infos zum antifaschistischen Widerstand rund um den Görli ein.

6. Mai 2011

1.Mai – Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

Der 1. Mai ist ein historisches Datum und wird seit über 100 Jahren weltweit von Arbeiterinnen und Arbeitern gefeiert. Er steht symbolisch für den Kampf der Arbeiterklasse um ihre Rechte, gegen Ausbeutung und Unterdrückung.

Auch diese Jahr wollen wir ein Zeichen setzten und auf die Straße gehen, gegen die unsoziale Politik hier in unserer Stadt und in der ganzen Bundesrepublik.
Eine Politik, die die Reichen noch reicher macht und die Armen noch ärmer.
Der Protest richtet sich vor allem gegen die Krisenabwälzung auf die Bevölkerung durch das im November 2010 von der Bundesregierung verabschiedetet „Sparpaket“, das sich in erster Linie gegen Erwerbslose richtet.  Die Ausweitung von Leiharbeit in den Betrieben, auch „moderner Sklavenhandel“ genannt, bei der die Beschäftigten gegenüber der Stammbelegschaft ein Drittel weniger Lohn erhalten und permanent Angst haben müssen den Arbeitsplatz zu verlieren. Wir wehren uns gegen Privatisierungen öffentlichen Eigentums sowie das Ansteigen der Mieten. Unseren ausgestreckten Mittelfinger richten wir an die, die in aller Öffentlichkeit Kriege vorbereiten oder sie gar schon führen.
Deshalb heißt es: „Heraus zum revolutionären 1. Mai, für die soziale Revolution weltweit!!!“ zeigen wir den Herrschenden, dass uns ihre Politik ankotzt und dass wir uns das nicht länger gefallen lassen….

30.April
- Infoveranstaltung von der Roten Hilfe zum 1.Mai “Was tun wenns brennt!“, Beginn 13h, Mehringhof (Gneisenaustr. 2a)
- Vorabend-Demo gegen Gentrifizierung und Stadtumstrukturierung, Beginn 16.30h, Rosenthaler Platz
- Internationalistische Maifeier, 17 Uhr, Statthaus Böcklerpark (U1 – Prinzenstraße)

1.Mai:
- Klassenkämpferischer Block auf der DGB Demo, Beginn 9h Wittenbergplatz
- Mariannenplatzfest, Beginn 13h, Mariannenplatz
- Jugendblock auf der Revolutionäre 1.Mai Demo, Beginn 18h, Kottbussertor (KIDZ Aufruf)

28. April 2011

Let’s talk about… Uran

Fukushima mahnt! Überall wird derzeit über Atomkraft diskutiert, auch wir wollen euch dazu einladen. Atomkraft ist gefährlich, dass ist allen Entscheidungsträgern bekannt. Bisher existiert auch noch kein Endlager für die Abfälle. Wird es also einen Ausstieg geben? Und müssen wir dann alle Strom sparen oder uns den Ausstieg über höhere Preise teuer erkaufen? Welche Rolle spielen die Stromkonzerne und Hersteller von Anlagen?

Diskutiert mit uns in gemütlicher Runde. Der Rote Stammtisch trifft sich jeden letzten Freitag im Monat in der:

Freitag, 25.04.  19:30 Uhr

Jonastr. 29, Berlin-Neukölln (Nähe S-Bhf. Hermannstr. [Ring] / U-Bhf. Leinestr. [U8])

25. April 2011
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