Resolution der bundesweiten Schulstreikkonferenz vom 16./17.07.2011 in Köln

Wir dokumentieren hier die Resolution der bundesweiten Schulstreikkonferenz, die am 16. und 17. Juli in Köln stattfand.

Für einen neuen Bildungsstreik!

Hunderttausend Schülerinnen und Schüler gingen 2008 seit langem Stillhalten wieder bundesweit für eine bessere Bildung auf die Straße. Den krassen LehrerInnenmangel, die viel zu großen Klassen, den ständigen Druck wollten SchülerInnen in ganz Deutschland nicht mehr länger hinnehmen. Mit den folgenden Bildungsstreiks, gemeinsam mit Studierenden und Azubis, haben wir Geschichte geschrieben. Hier und da haben wir Verbesserungen erkämpft. In NRW wurden bspw. die Kopfnoten und die Studiengebühren abgeschafft, die Drittelparität an den Schulen wurde wieder eingeführt.

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29. Juli 2011

Aufbruch und Widerstand im roten Neukölln

Antifaschistischer Stadtrundgang mit Claudia v. Gélieu von Frauentouren / Galerie Olga Benario

Endstation Neukölln? Problemkiez, Hartz IV und hoher Ausländeranteil sind die Schlagworte, die heute mit Neukölln verbunden sind. Als Arbeiterviertel entstanden, machte in den 1920er Jahren linke Reformpolitik Neukölln bekannt. Nach 1933 war der Widerstand und die Verfolgung in Neukölln besonders groß und betraf fast jedes Haus, wie bei der Führung gezeigt wird. Thema sind auch die alltägliche Ariersierung und Zwangsarbeit. Vorgestellt wird die politische Galerie Olga Benario, benannt nach einer Neuköllner Kommunistin, Jüdin und Antifaschistin. Und nicht zuletzt geht es um Nazi-Übergriffe und Gegenwehr in Neukölln heute.

Treffpunkt: Bahnsteig U-Bahnhof Karl-Marx-Straße
Uhrzeit: 15.00 Uhr

13. Juli 2011

Nazis auf die Pelle rücken!

Solidarität mit den Betroffenen von Neonazigewalt! Antifaschismus praktisch machen!

In der Nacht vom 26. Zum 27.Juni gab es abermals Anschläge auf linke Einrichtungen und alternative Wohnprojekte, die man zweifelsfrei der Berliner Neonaziszene zuordnen kann. Am härtesten traf es das Jugendzentrum „Anton-Schmaus Haus“ des Jugendverbandes „Die Falken“ in Britz-Süd, das nach dem Brandanschlag erst mal geschlossen bleiben muss. Eine Nacht zuvor übernachtete dort noch eine Kindergruppe, der neonazistische Brandanschlag hätte somit in einer Katastrophe enden können.

Im Rahmen ihrer rassistischen “Ausländer raus”-Kampagne haben Berliner Neonazis Mitte Mai bei einem Aufmarschversuch am Mehringdamm in Kreuzberg mehrere Menschen darunter auch Migrant_innen schwer verletzt.

Die im Internet vom “Nationalen Widerstand Berlin” (NW-B) aufgelisteten potentiellen Anschlagsziele werden von den Neonazis seit Ende 2009 regelmäßig attackiert. Das betrifft hauptsächlich Neukölln und Kreuzberg. Denkbar das auch Neuköllner/Rudower Jungnazis darin verwickelt sind.

Wir erinnern an die Molotwcocktailanschläge 2008 auf Häuser in Rudow in denen Familien mit Migrationshintergrund leben. 2 Rudower Neonazis sind dafür vom Berliner Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Einer von ihnen ist Robert Hardege der seit seiner Haftentlassung auf Bewährung auch wieder regelmäßig auf NPD-Veranstaltungen präsent ist.

Die Berliner Neonaziszene ist gut überschaubar, eigentlich kennen wir sie alle und in diesem Sinne:

Die Antifaschistische Selbsthilfe organisieren – Nazis auf die Pelle rücken – fight back !!!

Demo gegen Nazi-Brandstifter am Freitag 15.07.2011 in Berlin
Auftaktkundgebung 19.00 U-Bhf. Johannisthaler Chaussee (U7)

Flyer | Plakat

9. Juli 2011

Schöneweide ist unser Kiez!

Flyer - SchöneweidedemoNazistrukturen aufdecken und bekämpfen!
Hexogen dichtmachten!

Seit Anfang der Woche befindet sich in Schöneweide in der Brückenstraße 9 ein neuer Nazi-Laden. In direkter Nähe zur bekannten Nazi-Kneipe „Zum Henker“ hat Sebastian Schmidtke einen Laden angemietet, in welchem er nun unter dem Namen „Hexogen“ (eine Bezeichnung für einen Sprengstoff aus dem zweiten Weltkrieg) „alles für den Aktivisten“ vertreibt. Konkret verscherbelt er neben Militärsachen und Securitybedarf auch Nazi-Kram (u.A. CDs und Shirts).
Schmidtke ist seit einigen Jahren Anmelder verschiedener Neonazidemonstrationen in Berlin. Erst im Mai wollte er einen Aufmarsch durch Kreuzberg durchführen, der aufgrund starker Proteste verhindert wurde. Schmidtke vetritt das aktionsorientierte Spektrum der extremen Rechten in der NPD.
Wir werden nicht zulassen, dass sich Neonazis immer mehr Strukturen in Schöneweide aufbauen und den Kiez zu einer „No-Go-Area“ machen. Schöneweide für alle!

Kommt zur Demo am 08.07.2011
gemeinsame Anreise – 17:30 Uhr – Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße)
Demo – 18:00 Uhr – S-Bhf. Schöneweide

mehr Infos gibt es beim ABSO

6. Juli 2011

Forum des Zorns: Summer of Resistance 2001 – Gedenken an Carlo Guiliani

Vor 10 Jahren, im Sommer 2001 reisten zehntausende junger Aktivist_innen quer durch Europa um gegen den EU-Gipfel im schwedischen Göteborg und gegen den G8-Gipfel im italenischen Genua zu protestieren. Die noch junge Antiglobalisierungs-bewegung befand sich auf ihrem ersten Höhepunkt und brauchte zehntausender Menschen ausunterschiedlichen sozialen Bewegungen zusammen um gegen die globalen Eigentumsverhältnisse zu rebellieren. Die europäischen Staaten reagierten auf die Massenproteste mit der Einschränkung der Reisefreiheit und dem Einsatz massiver Polizeigewalt. Sowohl beim schwedischen EU-Gipfel in Göteborg am 15. Juni 2001 wie auch beim italenischen G8-Gipfel in Göteborg setzte die Polizei scharfe Waffen gegen linke Demonstranten ein. In Göteborg wurden mehrere jungen Demonstranten zum Teil lebensgefährlich verletzt, in Genua wurde der 20 jährige Aktivist Carlo Guiliani voneinem Polizeibeamten aus nächster Nähe erschossen und anschliessend überfahren. Mit Referaten, einer Ausstellung und Filmen wollen wir an die Ereignisse vor 10 Jahren und den Tot von Carlo Guiliani erinnern.

Freitag | 8. Juli | 17:30 | Zielona Gora | Grünberger Str.72