Warum ist es heute noch so wichtig sich am 8. Mai daran zu erinnern, dass wir im Jahre 1945 von der Antihitlerkoalition vom Faschismus befreit wurden. Ein besonderer Dank muss dabei von uns Berlinern an die Sowjetunion gehen. Am 21. April 1945 überquerte die Rote Armee die Stadtgrenze. Von Marzahn aus befreite sie Stadtbezirk nach Stadtbezirk und am 29. April war Berlin befreit. Am 8. Mai kapitulierte Nazi-Deutschland, der barbarische Krieg mit seinen 60 Millionen Opfern war zu Ende.
Der Faschismus war damit aber nicht besiegt. Schon relativ schnell wurde gerade in den westlichen Besatzungszonen, beim Aufbau des “neuen” Staates auf die alten naziverseuchten Richter, Diplomaten und Geheimdienstler zurück gegriffen. Man brauchte sie und ihre Erfahrung im Kampf gegen den Kommunismus. Auch die wirtschaftliche Elite war nach dem Krieg weitestgehend dieselbe wie im NS Staat.
Eine sehr viel konsequentere antifaschistische Politik wurde daher in den Sowjetischen Besatzungszonen betrieben, Nazis wurden von den Richterstühlen und aus dem Beamtenapperat entfernt.
Doch die faschistische Ideologie konnte nie vollkommen beseitigt werden. Seit der Wende 1990 gab es 130 Tote, die Opfer faschistischer Gewalt wurden. Weder damals noch heute verlor die Problematik der rechten Gewalt an Aktualität. Auch heutzutage marschieren Nazis zu jedem möglichen Event auf, wie beispielsweise Dresden anlässlich der alliierten Bombenangriffe im Jahre 1945.
Zusätzlich nahm in den letzten Jahren in den bürgerlichen Medien die Hetze gegen Migranten wieder zu. Unter dem Vorwand der sog. Terrorabwehr werden immer mehr Sondergesetze erlassen. Einer der Höhepunkte des neu entstehenden Rechtspopulismus ist das kürzlich erschienene Buch von Thilo Sarrazin, in dem er gegen Sozialschwache und Migranten hetzt.
Kein Fußbreit den Faschisten!
Wer nicht feiert hat verloren!
DKP Kreuzberg lädt am 8.Mai ab 17h zu Sekt, Musik und Infos zum antifaschistischen Widerstand rund um den Görli ein.
6. Mai 2011