LL-Demo 2009: Kein Frieden mit dem Kapitalismus!
Berlin: LL-Demo // Sonntag, 11. Januar 2009 // Berlin // 10 Uhr Frankfurter Tor
Was war?
Vor 90 Jahren wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von reaktionären Freikorpssoldaten und mit Billigung der SPD ermordet. Vor 90 Jahren, als die Novemberrevolution dem Krieg ein Ende setzte, die Arbeiter und Soldaten den Kaiser verjagten und nicht wenige den Sozialismus forderten, stellte sich die SPD auf Seite der Herrschenden. Nach dem ersten Verrat der SPD im August 1914, als die Partei den deutschen Kriegskrediten zugestimmt hatte und mit großen Hurra in den Krieg gezogen war, sollte dies zum endgültigen Bruch zwischen der revolutionären Arbeiterbewegung und den reformistischen Mitgestaltern der SPD werden. Rosa Luxemburg war eine der ersten, die sich dieser Politik des Krieges und der Unterdrückung entgegengestellt hatte. Später folgte ihr Karl Liebknecht, der erst für die Kriegskredite gestimmt hatte, sich aber bald vehement gegen den Krieg einsetzte. Beide gründeten die Spartakusgruppe, den Vorläufer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Sie kämpften gegen die Kriegstreiberei und riefen offen zum Desertieren und zur Kriegsdienstverweigerung auf. Sie zeigten auf, dass nicht im Kapitalismus der Weg zu Frieden zu finden ist, sondern in einer sozialistischen Gesellschaft. Ihren Kampf gegen das Kapital bezahlten sie mit dem Leben, ihre Ideen leben fort.
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